Stadtteilforen zum Kleingartenentwicklungskonzept

 18.-25.2.,jeweils 18-20 Uhr , Termine und Orte unten
Beim Kleingartenentwicklungskonzept geht es weiter mit 4 Stadtteilforen, in denen die Ergebnisse der entsprechenden Stadtteile präsentiert und diskutiert werden. Das Kleingartenentwicklungskonzept geht uns alle an; schließlich stellen Kleingärten einen erheblichen Teil des Kieler Stadtgrüns. Und wenn dann erhebliche Leerstände in manchen Bereichen sind, liegt es an uns klarzumachen, dass ein kreativer Fortbestand des Grüns wichtig ist statt neuer Wohnanlagen und Gewerbegebiete!

18. 2.15 Schilksee, Pries / Friedrichsort und Holtenau,
Mensa der Fritz-Reuter-Schule, Fritz-Reuter-Straße 79-85
19. 2.15 Russee / Hammer/ Demühlen, Hassee / Vieburg, Meimersdorf / Moorsee und Wellsee / Kronsburg / Rönne
Johanna-Mestorf-Schule, Lütt Steenbusch 41
24.2.15 Steenbek-Projensdorf, Suchsdorf, Wik, Ravensberg / Brunswik / Düsternbrook, Schreventeich / Hasseldieksdamm, Mettenhof und Mitte
Rathaus, Ratssaal, Fleethörn 9
25.2.15 Elmschenhagen / Kroog, Gaarden, Ellerbek / Wellingdorf und Neumühlen-Dietrichsdorf / Oppendorf
Mensa des RBZ Technik, Geschwister-Scholl-Straße 9
 

Worum geht es beim Kleingartenentwicklungskonzept?

Kieler Koppel

2012 beschloss der Rat der Stadt Kiel die Erstellung eines neuen Kleingartenentwicklungskonzeptes. Im Beschluss werden als Ziele genannt:

 
• Sicherung und Entwicklung des Kieler Freiraumsystems (freiräumliches Leitbild)
• Erhalt von Luftleitbahnen
• Sicherung und Entwicklung siedlungsbezogener Freiflächen für die Erholung
• Erhalt und Schaffung eines bedarfsdeckenden Bestandes
• Ausbau und Nutzbarkeit der Flächen für informelle Bewegungsformen und Sportarten

 
Den Auftrag erhielten zwei Büros aus Lübeck und Rostock. Im Sommerhalbjahr fanden die Bestandserhebung, Gespräche mit Kleingärtnern sowie öffentliche Spaziergänge durch zwei Anlagen statt. Es wurde klar, dass auch Nicht-Kleingärtner intensiv in dieses Konzept eingebunden sollten; schließlich bilden Kleingärten ca. 80% des Inneren Grüngürtel, d.h. der Grünen Lunge.

Die Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung fand am 15.1.15 im vollbesetzten Ratssaal statt. Neben den zwei Planerinnen stellten sich die kleingartenpolitischen SprecherInnen der Parteien, Bürgermeister Todeskino sowie zwei Vertreter des Kreisverbandes der Kleingärtner, der als Zwischenpächter eine Mittlerfunktion zwischen Stadt und Vereinen haben sollte, Fragen und Anregungen. Bürgermeister Todeskino stellte eingangs seine Interpretation des Zielauftrages dar: Anlass seien Flächennutzungskonflikte mit Wohnen/Gewerbe. Er fragte: „Wollen wir das Grün erhalten oder zugunsten des Wohnens aufgeben?“ Es bedurfte einiger Wortmeldungen der Politiker im Sinne von „Können wir noch nicht sagen“ – bis aus dem Publikum klar auf die 2012 genannten Ziele im Ratsbeschluss hingewiesen wurde: Sicherung des Freiraumsystems – und das geht nun mal nicht durch Bauen!
Manche der kleingartenpolitischen Sprecher glänzten durch antiquiertes Schubladendenken über die vorhandenen Altersstrukturen („alles Rentner“), was nicht die Entwicklung der letzten Jahre kennzeichnet (Die aktuelle Bestandsaufnahme ergibt einen Anteil von 44% Unter 50 jähriger PächterInnen!).

Insgesamt waren die vielen BürgerInnen sich einig: Das Wirken der KleingärtnerInnen als Grünflächenbetreuer wird zu wenig gewürdigt, die Betreuung von 10.182 Parzellen auf ca. 480 ha kann nicht allein ehrenamtlich erfolgen.
Es kam klar zum Ausdruck, dass die Planerinnen das neue Konzept gemeinsam mit den KielerInnen entwickeln wollen. Dazu werden in einem nächsten Schritt die Erhebungsergebnisse in den o.g. Stadtteilforen vorgestellt. Wir alle sind aufgerufen, dort konkrete Vorschläge für Konfliktbereiche oder auch Leerstände zu erarbeiten!
Der Ratsbeschluss gibt den kompletten Grünerhalt vor. Leerstehende Parzellen, z.B. entlang der B76 könnten durch Anlage eines Knicks als Lärmschutzwall sinnvoll umgewidmet werden, regelmäßig unter Wasser stehende Parzellen könnten zu einem Feuchtbiotop weiterentwickelt werden. Beides könnte bei entsprechenden Bauvorhaben sogar als als gesetzlich vorgeschriebene Ausgleichsfläche fremdfinanziert werden. Zur Zeit sieht übrigens der Entwurf zu Möbel Kraft wegen angeblich fehlender Standorte in Kiel fast die Hälfte der Ausgleichsflächen außerhalb des Stadtgebietes vor!
Weitere Informationen:. http://www.kiel.de/leben/stadtentwicklung/kleingarten

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