Auto leihen statt besitzen

Es ist immer erstaunlich zu beobachten wie lange Autos an einer Stelle unbenutzt stehen – bei Schnee sehr offensichtlich. Wie oft wird das eigene Auto genutzt? Gibt es keine Alternative?

Kommerzielles Carsharing gibt es seit mehr als einem Jahrzehnt in Kiel (Stattauto); die Standorte nehmen langsam zu, ebenfalls die Autos im Verleihangebot. Doch die hohe monatliche Grundgebühr schrecken potentielle Nutzer, andere trauen sich nicht so recht, ihr Auto gegen „Unbekanntes“ aufzugeben und erst einmal parallel laufen lassen ist teuer. Da kommt das Internetangebot „take my car“ kurz tamyca gerade recht: Anmeldung kostenlos, keine Grundgebühr. Vermittlungsgebühren fallen erst an, wenn tatsächlich ein Auto geliehen wird.

Die Leihgebühr ist Sache des Autobesitzers und damit frei verhandelbar. Die Vermittlungsgebühr beinhaltet eine Versicherung, allerdings mit bis zu 450€ Eigenbeteiligung. Spritkosten kommen dazu. Die Anbieter werden bewertet, so dass schwarze Schafe ihr Auto sicherlich nicht mehrmals zur Verfügung stellen. Knackpunkt: das Angebot ist noch recht klein; für Kiel Stadt fand ich 2 Angebote, die nächsten dann in Flintbek und Gettorf. Aber das ist ja ausbaufähig!

Stattauto: Probevertrag für 3 Monate: Kaution 250€, 8€ Monatsgrundbetrag, 0.50-1.00€ (23-7 Uhr), 1.90-5.40 (7-23 Uhr)/pro Stunde + 0.22-0.38€/km, ab 100km günstiger. Vom Kleinwagen bis Minibus gestaffelte Preise. Bei Aufnahme 100€ Aufnahmegebühr und Vielfahrerrabatte dann möglich; Kautionsaufstockung auf 500€

Vorteile : breitgefächertes Fahrzeugangebot an verschiedenen Standorten; Fahrzeuge sind geleast und damit wie Neuwagen; extrem seltene Pannen dadurch. Keine Schereien mit TÜV, Reparatur, Auseinandersetzung mit Besitzer bzgl Schrammen etc. Langjährige Erfahrung; Quernutzung an anderen Standorten. Nachteil: der Preis!

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Eine Antwort zu Auto leihen statt besitzen

  1. Britta Kern schreibt:

    Wir sind seit vielen Jahren Stattautonutzer.
    Weitere Vorteile: Die sehr schnelle Verfügbarkeit. Buchen und Starten ist innerhalb weniger Minuten 24 Stunden am Tag möglich. Wir haben bisher immer ein Auto gekriegt, wenn wir eins gebraucht haben. Online oder telefonisch buchen ( an einer Smartphonelösung wird gearbeitet), zum Standort gehen, mit der Chipkarte (bekommt man bei der Erstanmeldung) den Schlüssel aus dem Tresor holen, einmal kurz nach neuen Schrammen sehen und los. Der Spritpreis ist bereits im Kilometergeld enthalten! Zum Tanken – der Tank soll bei Rückgabe mindestens halbvoll sein- sind Tankkarten vorhanden. Das macht die Kosten zu 100% kalkulierbar. Ausserdem sind die Autos immer gut gewartet und verkehrssicher. Fällt doch eins aus, bekommt man ein anderes. Fazit: Für spontane Kurzzeitbuchungen unschlagbar, auch wochenlange Buchungen sind möglich.

    Tamyca scheint da einen längeren Vorlauf zu haben, da man erst Kontakt mit dem Autobesitzer aufnehmen ( kann einen Tag und länger dauern) und ihn dann auch noch zur Schlüsselübergabe treffen muss.

    Unsere zweite Alternative: Die Nachbarschaftslösung. Nachahmung empfohlen:
    Unsere Nachbarin stellt uns ihr Auto zur Verfügung wenn sie es nicht braucht. Wir haben einen festen Kilometerpreis vereinbart und besitzen einen Schlüssel. Anruf genügt, wenn der Wagen verfügbar ist, steht er auch gleich vor der Tür!

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