Kiel nach dem Peak-Oil

war das Thema des Gruppenabends im November. Nachdem wir uns gegenseitig mit Hilfe von Graphiken über verschiedene Aspekte der Ölförderung und des Fördermaximums ausgetauscht hatten, erträumte sich jede/r unter meditativer Anleitung eine Zukunftsvision eines Kiels in 20 Jahren, wenn Erdöl deutlich knapper und teurer geworden sein wird.Die entstandenen Visionen unterschieden sich stark, sicherlich abhängig vom persönlichen Kontext (z.B. Kriegserfahrungen) oder auch der Fähigkeit, einfach losgelöst von der Vernunft zu träumen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass fast allen Träumen gemeinsam war

  • ein stärkeres Miteinander, das sogar bei einer räumlichen Enge nicht als unangenehm empfunden wurde
  • ein Fehlen von stressenden Geräuschen, stattdessen Vögel, Gesprächsgemurmel oder als angenehm empfundenes Fahrradklingeln
  • eine Entschleunigung durch langsamere Arten der Fortbewegung (motorisierter Verkehr kam nicht vor) und Zeit zum sozialen Miteinander
  • eine Vereinfachung des Lebensstils (selbstverständliches Arbeiten mit den Händen z.B. im Garten oder mit dem Spaten)
  • das Fehlen von Prestigekonsumobjekten wie Handy, modischer Kleidung

Es kamen jedoch auch vereinzelt gewisse Ängste zum Vorschein: Angst vor Hunger oder auch ein von Sciencefiction geprägte technisierte Welt ohne Gespräche.

Visionen sind eine Hilfe, sich die eigenen Ziele klar zu machen: Die meisten von uns haben eine Welt erträumt, die in Teilen von jedem selbst umzusetzen ist (weniger Konsum, dafür mehr Zeit für andere Menschen), für die  aber auch einen passender Rahmen sehr hilfreich ist: z.B. ein entschleunigtes Miteinander in „Shared Space“-Zonen, d.h. Straßen und Plätze, die von allen Verkehrsteilnehmern gemeinsam ohne ein starres Regelwerk genützt werden können. Es ist ein kleinschrittiger Weg zu einer Umsetzung unserer Wünsche und Träume. Doch vergessen wir nicht: Auch ein Mahatma Gandhi wurde anfänglich von fast allen belächelt und seine Wünsche erschienen utopisch!

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